
Feierabendwanderung 19.9.2025 – von der unfreiwilligen Blutspende zur fürstlichen Aussicht
Fürstlich – so präsentiert sich das Wetter und die Aussicht, als die Wandergruppe der NF Baden gegen halb acht bei der Habsburg eintrifft. Der Blick schweift über die Alpenkette mit den höchsten Gipfeln im Abendlicht (‘Oh, wie si d’Gletscher so rot!’) bis zu den Feuerzungenwolken über dem Jura.
Los geht es kurz nach 6 am Bahnhof Brugg, wo sich 6 Wanderfreudige unter der Leitung von Helene Riedwyl auf den Weg machen via Windisch West zur Habsburgstrasse. Nach Überquerung der Bahnlinie Brugg-Birr zweigen wir links ab in den feuchtkühlen Wald. Stechmücken heissen uns dort willkommen – sie gönnen sich einen ‘Blut-Apero’. Insektenschutzmittel hilft nur zum Teil.
Ansteigend erreichen wir ein Wegkreuz. Ein Schild erklärt, dass an dieser Stelle der Richtplatz Amt Königsfelden war, wo bis 1806 Todesurteile vollstreckt wurden. Daher der Flurname ‘Galgehübel’.
Ende 1999 wütete hier der Sturm Lothar, der ganze Waldstücke flachlegte. Der Kanton Aargau beschliesst danach, einzelne Gebiete bewusst nicht zu räumen, um der Natur die Chance zu geben, sich selber zu regenerieren. Ein solches Naturwaldreservat durchqueren wir auf schmalem Weg. Aufgestellte Wurzelteller, übereinanderliegende Baumstämme sowie Bäume in Torbogenform wirken wie ein Zauberwald. Wir sehen Spuren der Zerstörungs- und Widerstandskraft direkt nebeneinander. Kurz darauf erreichen wir den Binsenweiher, ein kleines Idyll im Wald, mit vielbesuchter Feuerstelle.
Das Dorf Habsburg durchqueren wir via Untere Lättenstrasse und Oberdorfstrasse. Danach erreichen wir das Stammschloss der Habsburger, wo uns ein Feigenbaum von seinen Früchten schenkt 😊.
Auf die anschliessende Teilete mit Aussicht und Beobachtung von Fledermäusen folgt der Abstieg in der Dämmerung. Die Scherzerstrasse führt uns bis zum Kreisel an der Hauptstrasse Wildegg-Brugg.
Die Wände der Kreiselunterführung feiern die Comic-Kunst. Es begrüssen uns Manga-Bilder, Minions und ein Simpson-Gesicht. Kurz danach sind wir am Ziel, Bahnhof Schinznach Bad. Dankbar fürs Wunder-Wander-Wetter und bereichert vom gemeinsamen Unterwegssein fahren wir heim.
Dies war die 12. und letzte Abendwanderung 2025. Weitere Aktivitäten stehen noch bevor, z.B. am 28.9. Etappe 5 der Reusswanderung von der Mündung zur Quelle. Zur Ausschreibung geht es hier.







