
Feierabendwanderung – Von dörflicher Idylle via Waldreservat nach Baden
Zufriedene Rast mitten im Lägern-Waldreservat – sieben Abendwandernde stärken sich auf frisch renovierten Holzbänken und geniessen den Ausblick aufs Limmattal & den Heitersberg-Rücken.
Los geht es 18:15 im zürcherischen Boppelsen, der 1500-Seelen-Gemeinde im Furttal. Riegelhäuser gefallen dem Auge, der Duft einer blühenden Linde erfreut die Nase. Die Idylle wird akustisch getrübt durch Fluglärm. «Alle wollen in die Ferien, niemand will Lärm», sagt eine Teilnehmerin dazu trocken.
Unter der Leitung von Valentin Ruf taucht die Gruppe am Hang oberhalb des Dorfs in den Wald ein. Trotz Waldeskühle muss niemand frieren – das Aufsteigen wärmt :-). Zumeist bewegen wir uns im dichten Wald. Am Wegrand stehen z.T. grössere Sträucher. Zwei sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, die Hain-Klette und die blühende Schwarze Tollkirsche. Kann es sein, dass der Wanderleiter die beiden verwechselte?



Nach der Rast folgt ein langer Abstieg auf leicht abfallendem Weg, Gelegenheit für munteren Austausch und Gespräche. Am Wegrand steht ein Stoffcontainer mit 5 Fotos invasiver Neophyten, u.a. Sommerflieder, Goldrute und Einjähriges Berufkraut. Von letzterem haben wir einige gesammelt. Gegen Ende der Waldpartie ist am Wegrand ein Tatzelwurm aus farbigen Steinen ausgelegt: Land-Art, geschaffen durch eine Waldspielgruppe, vermuten wir. Der Endstein ist als Schlangenkopf bemalt.



Beim Austritt aus dem Wald oberhalb der ‘Mooshalde’ verlässt uns eine Teilnehmerin. Anschliessend führt unser Weg aussichtsreich zwischen Wettinger Reben und Waldrand weiter. Bei einer Feuerstelle qualmt es und an einem Baum ist ein Seil befestigt, mit Holzstab fast zuunterst. Eine Einladung zum Hin- und Herschaukeln. Gelingts, die Beine so hochzuziehen, dass Sitzen möglich ist?



Auf dem Weg Richtung Schartenfels erreichen wir nach Treppenabstieg die Mooshaldenstrasse, wo am 14.6.24 Hirschkäfer rumflogen. Heute jedoch nicht. Vermutlich ists ihnen zu kühl. Beim Schartenfels begrüsst uns die untergehende Sonne, und eine weitere Teilnehmerin verabschiedet sich, um statt der vielen Treppenstufen via Strässchen zu Ihrer Wohnung abzusteigen.



Nach der Limmatholzbrücke steigen wir zu fünft auf via Halde und Altstadt zum Restaurant Colombo, wo wir die Eindrücke nachwirken lassen und uns ein Getränk gönnen. Mögen die kommenden Touren ebenso wetterbegünstigt sein. Die Liste bevorstehender Aktivitäten findest Du hier.
