
Vollmondwanderung
Am 5. Dezember 2025 traf sich eine Gruppe von Wandernden beim Bahnhof Döttingen. Von dort führte uns der Weg ein Stück flussaufwärts. Die Wolkendecke war dicht, sodass sich der Mond nur zwischendurch zeigte. Dennoch bot der Abend eine besondere Stimmung.
Über das offene Feld hinweg begleitete uns der Vollmond mit seinem sanften Licht, das ausreichend Helligkeit spendete, um den Weg sicher zu finden. Schon bald erreichten wir Endingen, wo sich der Mond kurz vor unserer Ankunft nochmals von seiner schönsten Seite zeigte.
Unterwegs entstand eine angeregte Diskussion darüber, weshalb der Dezembermond auch „Kalter Mond“ genannt wird. Meine Recherche hat ergeben, dass dieser Name aus einer alten Bauerntradition stammt und auf die kalte Jahreszeit hinweist, in der der letzte Vollmond des Jahres besonders klar und hell erscheinen kann. Im Jahr 2025 weist dieser Himmelskörper zudem eine besondere Stellung auf. Es handelt sich um den höchsten Vollmond auf der Nordhalbkugel bis zum Jahr 2042. Sein Auf- und Untergang erfolgt an den höchsten Punkten des Horizonts, also weit im Nordosten und Nordwesten. Dadurch entsteht der Eindruck eines besonders hochstehenden und eindrucksvollen Wintermondes.
Nach einer gemütlichen Einkehr machten wir uns mit dem Postauto auf den Heimweg. Es war eine stimmungsvolle Wanderung, die trotz der Wolken viele schöne Eindrücke bot.





