
Das grosse Finale unserer Reusswanderung
Nach vielen gemeinsamen Kilometern entlang der Reuss stand dieses Wochenende tatsächlich schon das Finale unserer Reusswanderung an. Zwei Etappen lagen noch vor uns und Petrus meinte es zum Abschluss besonders gut mit uns.
Am Samstag machten sich acht Naturfreundinnen und Naturfreunde auf den Weg von Wassen nach Hospental. Und diese Etappe hatte einiges zu bieten! Die eindrucksvolle Schöllenenschlucht mit ihren steilen Felswänden, das Rauschen der Reuss und die herrliche Bergwelt sorgten immer wieder für staunende Blicke. Natürlich blieb unterwegs auch genügend Zeit für Pausen, Gespräche und den einen oder anderen Spass.



In Andermatt wurden dann nicht nur die Wanderschuhe beansprucht, sondern auch die grauen Zellen. Ein Schachspiel am Wegesrand sorgte für eine willkommene Abwechslung. Wer gewonnen hat? Das behalten wir an dieser Stelle lieber für uns. 😉



Nach einem abwechslungsreichen Wandertag erreichten wir Hospental und damit das Ziel unserer 8. Etappe.



Am nächsten Morgen hiess es dann: Auf zur letzten Etappe! Von Hospental führte unser Weg hinauf Richtung Gotthardpass. Noch einmal konnten wir die wunderschöne Berglandschaft bei herrlichem Wetter geniessen. Mit jedem Höhenmeter kamen wir unserem Ziel näher und gleichzeitig auch dem Ursprung jenes Flusses, der uns während unserer ganzen Wanderreihe begleitet hatte.



Spannend ist nämlich, dass die Reuss nicht einfach eine einzige Quelle hat. Bei Hospental treffen die Furkareuss und die Gotthardreuss zusammen. Die Gotthardreuss kommt aus dem Gebiet des Gotthardpasses, während die Furkareuss ihr Wasser aus dem Gebiet Richtung Furkapass mitbringt. Hospental war deshalb schon früher ein wichtiger Ort. Hier verzweigten sich die historischen Wege über den Gotthard und die Furka. Bereits um 1200 gewann der Säumerverkehr über den Gotthard zunehmend an Bedeutung.



Und irgendwann war er dann tatsächlich da: der Gotthardpass, unser Ziel!










Mit der Ankunft auf dem Gotthardpass ging für uns eine wunderschöne Wanderreise zu Ende. Wir haben die Reuss über viele Kilometer begleitet, ganz unterschiedliche Landschaften durchquert und dabei so manches miteinander erlebt.
Was bleibt, sind viele schöne Erinnerungen, gemeinsame Erlebnisse und die Erkenntnis: Einem Fluss zu folgen, ist eine ziemlich gute Art, die Schweiz zu entdecken.
Und wer weiss, vielleicht wartet ja schon das nächste Wanderprojekt auf die Naturfreunde Baden …
